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ging, von zwei Jnngfranen begleitet, ernst und einer Fürstinähnlich, der Stelle zn, wo Albano und die Töne waren.
Albano stand nahe an ihr, zwei große schwarze Angenmit Feuer gefüllt und mit innigem Ernst ans dem Lebenruhend stralten durch den Schleier, der die stolze geradeStirn und Nase verrietst. In der ganzen Erscheinung warfür ihn etwas Bekanntes und doch Großes, sie kam ihm alseine Fcenkönigin vor, die vorlängst sich mit einem himm-lischen Angesicht über seine Wiege lächelnd und bcgabcnd hcr-cingcbückt und die nun der Geist mit alter Liebe wieder er-kennt. Er dachte wol an einen Namen, den ihm Geister ge-nannt, aber diese Gegenwart schien hier nicht möglich. Sieheftete ihr Auge mit Wohlgefallen und Aufmerksamkeit ansdas Spiel zweier Jungfrauen, welche niedlich in Seide ge-kleidet, mit goldbesctztcn seidnen Schürzen, zur Tamburineeiner Dritten anmuthig mit verschämt gesenktem Haupte undgesenkten Augen tanzten; die beiden andern von der Fremdenmitgcbrachten Jungfrauen und Agata sangen mit italiänischerhalber Stimme süß zur holden Lust. ,.Es geschieht alles(sagte ein alter Mann zur Fremden) in der That zur Ehreder heil. Jungfrau und des heil. Nikola." Sie nickte lang-sam ein ernstes Ja.
Da stand Plötzlich Luna, vom Opfcrfcner des Vesuvs um-spielet, drüben am Himmel als die stolze Göttin des Sonnen-gottes, nicht bleich, sondern feurig, gleichsam eine Donner-göttin über dem Donner des Bergs — und Albano rief un-willkürlich: „Gott, der große Mond!" — Schnell hob dieFremde den Schleier zurück und sah sich bedeutend nach derStimme wie nach einer bekannten um; als sie den fremden