seinen Vater, noch wahrscheinlicher an seinen Schoppe —sprach sich sein Glück und seine Seele ans; sic bewahrte gleich-sam einige entfallnc Orangcnblüten des schnell durchflogncnEdens ans. Hier sind sie:
Kurz vor,Sonnenuntergang kamen wir am HimmelfahrtS-tag in Mola an, der eingeborne Dian war eben so überwun-den von der grünenden Herrlichkeit, die er lange nicht gesehen,wie ich, und ich glaub' ihm noch nicht, daß cs um Neapel
schöner blühe und dufte. Ich ging gar nicht in die Stadt,
denn die Sonne hing schon gegen das Meer. Um mich quilltder Blumcnrauch ans Zitroncnwäldern und Jasmin- und. Narzissen-Aucn — zu meiner Linken wirft der blaue Apenninseine Quellen von Berg zu Berg und zu meiner Rechten dringtdas gewaltige Meer an die gewaltige Erde an, und die Erdestreckt den festen Arm ans und hält eine glänzende Stadt*),mit Gärten behängen, weit ins Wogen-Gewimmel hinein —und ins unergründliche Meer sind hohe Inseln als unergründ-liche Berge**) hinein geworfen — tief in Süden und Ostengreift ein schimmerndes Ncbelland, die Küste von Sorrento,wie ein gekrümmter Jupiters-Arm, um das Meer und hinter
dem fernen Neapel sicht der Vesuvins mit einer Wolke im
Himmel unter dem Mond. „Fall' auf deine Kniee, Glück-seliger, (sagte Dian) vor der kostbaren Weite!" O Gott,warum nicht ernstlich cs thun? Wer kann denn im Abend-scheine das ungeheuere Wellen-Reich anschauen, wie dort dasRegen sich in der Ferne stillt und nur glänzt und endlich blau
") Gaeta.
") Die Insel Jschia mit dem Berg Epomco, so hoch wie derVesuv — Kapri u. s. w.
Jean Panl's ausgew. Werlc. XII.
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