alten Bogen und Tempel ziehen und oben cm den Säulen mitdem Epheu spielen."
„Nichts (versetzte die Fürstin) mcmgclt der Pracht alsdiese Kuppel, die wir aus dem Kapitolinm gar dazu sähen.Aber nie wcrd' ich diese Stelle vergessen."
„Was wär' cs sonst mit Allem (sagt' er). Ohnehin gehendie flachen Gegenden des Lebens ohne Merkmal vorüber, ansmancher langen Vergangenheit schlägt kein Echo zurück, weilkein Berg die breite Fläche stört! — Aber Nom und dieseStunde neben Ihnen leben ewig in uns."
„Albano (sagte sie), warum muß man sich so spät finden,und so früh trennen? Dort geht Ihr Weg neben der Tiberher, Gott gebe in kein verschlingendes Meer! —
„Und dort geht Ihrer über die Hellen Berge" (sagt' er).Sic nahm seine Hand, denn sein Ton war so bewegt und be-wegend. Göttlich leuchtete die Welt von den dunkeln Früh-lingsblumen bis zum Hellen Kapitol empor, und die Horcn-Glocken tönten herauf — die Freudenfcucr des Tags lodertenauf allen Höhen — das Leben wurde weit und hoch wie dieAussicht — sein Auge stand unter der Thränc, aber keinertrüben, sondern unter jener, wo cs wie das Weltauge unterdem Wasser sonnig glänzt und höhere Farben hat, welche dietrockne Welt verzehrt. — Er drückte ihre Hand, sic seine. —„Fürstin, Freundin (sagt' er), wie acht' ich Sie! — Nach die-ser heiligen Stunde trennen wir uns -— ich möchte ihr einunvergängliches Zeichen geben und meinem Vater ein kühnesWort sagen, das mich und meine Achtung aussprächc und daSwol manche Räthscl löscte."
Sic schlug das Auge nieder und sagte blos: „dürfen Siewagen?" — „O verbieten Sie cs nicht! (sagte er.) So