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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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wcichung, deren ich mich nachher schäme nnd doch nicht er-wehre." Albano wnrde von manchen unerwarteten Hcrzcns-Ausbrüchcn des kranken Mannes bis znr wärmsten Liebe be-wegt. Wenn die Ruinen eines Tempels wehmüthig begeistern,dacht' er, warum sollen cs mich nicht noch mehr die Ruineneiner großen Seele? Es gibt Menschen, voll kolossalischcrUeberrcste, gleich der Erde selber; in ihrem ticscn schon erkal-teten Herzen liegen versteinerte Blumcnbildcr einer schönemZeit; sie gleichen nordischen Steinen, ans welchen Abdrückeindischer Blumen stehen.

Die Krankheit grub unter sich. Gaspard blieb ohne Thcil-nahmc an sich selber; nur seine Geschäfte, nicht sein Ende,bekümmerten ihn. Mit seinem Schwiegervater Lanria hielter geheime Unterredungen, um auf sein Leben das schwarzeGerichtssicgcl schließend zu drücken. Ein Eilbote mußte fer-tig stehen, um nach seinem Todcsangcnblick mit einem Briefzu Linda zu fliegen, sein Sohn sollte einen selber erbrechenund einen versiegelten an die Fürstin übergeben. Sehr hartund gebietend benahm er sich gegen diesen, als er von ihmden Eid begehrte, sogleich nach seinem Tode nach Pcstitz abzu-reiscn. Denn da Albano, der so gern Neapel sah und demalle diese den väterlichen Tod voraussctzcndcu Bedingungenschwer ankamen, zögernd weigerte: so sagte Gaspard:das seiso recht menschlich und üblich, fremde Schmerzen ungemein zubeklagen und redlich mitzufühlcu, sic aber ohne Anstand zuschärfen, sobald das Geringste gcthan werden solle." Albanogab das Wort und den Eid; und zeigt'cs ihm nie mehr, wenner weinte aus Kindesliebe.

Unerwartet erschien vor diesem Krankenbette Gaspardsnächster und frühester Anverwandter, sein Bruder. Albano stand