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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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muthwilliges Lustspiel mit fremden Herzen und Leiden gezüch-tigt durch das eigne; aber in solchen dunkeln Tagen wurzelteben die Liebe mehr, wie man Bäume am besten an wolkigenimpft.

Albano merkte ihre Veränderung; die reizende Schwer-mut!) ihres sonst kräftigen Gesichts, dieser Wicdcrschein ihresstillen Nebels, bewegte ihn zur theilnehmcnden Frage über ihrGlück. Sie antwortete immer so verworren und verwirrend

zuweilen sogar bei Albano's Scharfsinn mit dem Glaubenan dessen Verstellung und Bosheit dasi sie ihn in den son-derbarsten Jrrthum führte.

Nämlich bei so großer Gewißheit, daß ein Erdschattc durchihr ganzes jetziges Leben gehe und nicht rücke, mußt' er denWeltkörper dazu suchen; dieser ward ihm Gaspard, densic, wie er glaubte, noch liebe. Er führte diese Vcrmuthnngleicht durch alle ihre frühem Gespräche und Blicke hindurch;cs war so natürlich, daß die früher durch einen Thron Ge-trennten sich jetzt im schönen Lande der freien Verhältnisse wie-der znsammcnschnten; noch dazu hatte der Ritter nach sei-ner unerbittlichen Ironie ihren Schein, ihn zu suchen, auchmit Schein, nämlich mit Ernst ausgenommen und sich da-her immer zu ihrem Genüsse des Sohnes als Zukost gesetztund einen Nachwinter in den Frühling verlegt; diesendoppelten Schein rief sich Albanö zurück als doppelte Wahr-heit.

Da trat das Schicksal Plötzlich unter seine neuen Schlüsse

sein Vater wurde bedenklich krank an einem entnervendenFrühlingsficber unter dem Lcirocco-Wind.Nimm keinenbesonder» Thcil (sagte Gaspard zu ihm) weder an meinen Lei-den noch Acnßcrungcn; ich habe in solchem Zustande eine Er-