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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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Neapel tapfere Gegenwart ich begleit' Euch hin und herund wir gehen zusammen nach Haus. Deun eigentlich ver-steht Ihr Euch doch nicht recht auf das Schöne, sondern aufdie Natur, auf das Heroische und den Effekt. Da ist Neapelder Ort." Der Ritter willigte obgleich durch Albano'sErheiterung der ganze Zweck der Reise schon gewonnen war ohne Zögern in den Zusatz einer zweiten unter der Be-dingung, daß er nicht länger als einen Monat nachblcibe.

Aber dieser Zeit, wo sich seine innere Welt so harmonischstimmen durfte, kamen feindliche Mißtöne immer näher, die erin der Ferne noch für Wohllaut hielt. Aus seinem unbe-stimmten Verhältnis mit der Fürstin entwickelte sich langsamder Mißlaut; weil jedes unbestimmte mit Weibern sich endlichhart entscheidet, seltener zu Liebe als zu Haß.

Die Fürstin that und litt bisher alles, um ihm noch frü-her gefährlich zu werden als verständlich. Sie spielte Lianen,so gut sie wußte, nach und nahm den Nonuenschlcier einerreligiösen Jungfräulichkeit aus ihrer Bühnen-Garderobe her-vor, obgleich genialische Weiber meistens ungläubig find wiegenialische Männer gläubig. Sic machte ihn zum Vertrautenihrer Vergangenheit und gab die Geschichte derer, die fürsie gestorben waren, oder doch verschmachtet, nach weiblicherArt mehr froh als reuig; nur das Verhältnis! mit seinem Va-ter ließ sie schonend hinter einem rührenden Lcichcnschlcier auf-crstchcn, und ahmte überhaupt dem Sohne in der Achtung fürden Ritter nach, den sie innerlich bitter haßte. Wenn Albanostundenlang die Gegenwart vergaß und starr ins Opferfeucrder Vergangenheit und Kunst blickte und ihr ans den Bergenseiner Welt Flammen zeigte, die nicht auf ihrem Altar brann-ten, so begleitete sie ihn geduldig auf diesem Kunst-Wege und