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Wort ist schön gesagt, ja wol macht das Alter physisch undmoralisch weitsichtig für sich und taub gegen den andern"(sagte Albano). — „Hab' ich gut gesprochen, Albano? Aberwahrlich, so ist die Sache," sagt' er, sehr erfreuet, bei seinemMißtrauen in seine Sprache, über das Lob ihrer Schönheit.
Nach einiger Zeit sagte der Ritter, gleich als sehe er durchdas Siegel hindurch, einige Worte, die den Jüngling aufallen Seiten griffen: „Es gibt (sagt' er) einige wackere Na-turen, die gerade ans der Gränzc des Genies und des Talen-tes stehen, halb zum thätigcn, halb zum idcalischen Strebenausgerüstet — dabei von brennendem Ehrgeize. — Sic füh-len alles Schöne und Große gewaltig, und wollen cs aus sichwieder erschaffen, aber cs gelingt ihnen nur schwach; sic habennicht wie das Genie Eine Richtung nach dem Schwerpunkt,sondern stehen selber im Schwerpunkte, so daß die Richtungeneinander aufhcbcn. Bald sind sie Dichter, bald Maler, baldMusiker; am meisten lieben sic in der Jugend körperlicheTapferkeit, weil sich hier die Kraft am kürzesten und leichtestendurch den Arm ausspricht. Daher macht sie früher alles Große,was sic sehen, entzückt, weil sic es nachzuschaffen denken, spä-ter aber ganz verdrießlich, weil sic cs doch nicht vermögen.Sic sollten aber cinsehcn, daß gerade sie, wenn sie ihren Ehr-geiz früh cinzulcnken wissen, das schönste Loos viclartiger undharmonischer Kräfte gezogen; sowol zum Genüsse alles Schö-nen, als zur moralischen Ausbildung und zur Besonnenheitihres Wesens scheinen sic recht bestimmt zu scyn, zu ganzenMenschen; wie ctwan ein Fürst scyn muß, weil dieser für seineallscitige Bestimmung allseitig«: Richtungen und Kenntnissehaben muß."
Sic standen gerade, als er dieß sagte, auf dem Avcnti-