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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
41
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nischcn Berge, vor sich die Cestins-Pyramide, dieses Epita-phium des Ketzer-Gottesackers, worin so mancher unausgcbil-detc Künstler und Jüngling schlaft, und nahe dabei der hoheSchcrbcn-Bcrg *) (inonts testnccio), wovor Albano immer miteinem ekeln kahlen Gefühl schaler Oedheit vorbeiging. DerStoß der väterlichen Ideen gegen seine und die Verwandtschaftdes Scherben-Bergs mit dem Fremdcn-Kirchhof machten, daßAlbano mehr sich als dem Vater antwortete, mit einem ge-schmolzenen Eisen-Tropfen des Unwillens im Auge:ein sol-cher namenloser Töpfer-Berg ist im Ganzen auch die Geschichteder Völker. Aber man möchte sich doch lieber ans der Stelletödten als erst nach einem langen Leben sich so namcn- undthatcnlos in die Menge eingrabcn.">

Seit seiner Einigkeit mit sich selber wurd' er glücklicher;mit Eifer that er sich schon jetzt zum Werk, seiner Natur ge-mäß, die, wie im Samenkorn, Stamm und Wurzel aus EinerSamcnspitze trieb, Gedanken und Thaten.

Er warf alles andere Treiben weg und studirtc alte undneue Kriegskunst, wozu ihm Dian die Bücher und das Mu-seum borgte und lieferte. Mit namenloser Entzückung undErhebung durchlief er wieder die Sonnenkarten der römischenGeschichte, hier auf dem ausgebrannten Sonncnkörper selber,und oft, wenn er ihre Entzündungen gezeichnet las, stand ereben in den Kratern, wo sie ausgegangcn waren.

Dian gab noch dazu seine Kcnntniß des kleinen Dienstesund sich gern zu körperlichen Uebungcn her, wenn er ihn vor-her zu dem Gottesdienste unter Naphacls-Knnsthimmcl hinauf-

*) Wohin seit Servius Tullius Zeit alle Scherben geworfenwerden.