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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
19
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dcutnng. Gaspard schmolz alle ein, gleichsam zu einem korin-thischen Erz, und umfaßte alle, ohne gefassct zu werden. Aufseiner kalt, aber stark aufdringcndcn Lcbcnsqnelle ließ er die Weltwie eine Kugel spielen und schweben.

Albano bewahrte, mit allen unzufrieden, seine Begeisterung,den unterirdischen Göttern der Vergangenheit um ihn her nachalter Sitte opfernd, nämlich mit Schweigen. Wol hätt' erreden wollen und können, aber anders, in Oden, mit dem gan-zen Menschen, mit Strömen, die aufwärts stiegen und wüch-sen. Immer sehnsüchtiger sah er an die Fenster nach demMond im reinen Rcgenblau und nach einzelnen Säulen desForums; draußen glänzte ihm die größte Welt. Endlichstand er zürnend und schmachtend ans und schlich hinunterin die dämmernde Herrlichkeit und trat vor das Forum; aberdie Mondnacht, die Dckorazionsmalcrin, die mit unförmlichenStrichen arbeitet, macht' ihm fast die Bühne unkenntlich.

Welch' eine öde, weite Ebene, hoch von Ruinen, Gärten,Tempeln umgeben, mit gestürzten Säulen-Häuptern und mitaufrechten einsamen Säulen und mit Baumen und einer stum-men Wüste bedeckt! Der aufgewühlte Schutt aus dem aus-gegosscncn Aschenkrug der Zeit und die Scherben einer-großen Welt umhcrgcworfcn! Er ging vor drei Tempel-Säu-len*), die die Erde bis an die Brust hinnntcrgczogcn hatte,vorbei und durch den breiten Triumph-Bogen des ScptimiusSeverns hindurch, rechts standen- verbundnc Säulen ohne ihrenTempel, links an einer Christcn-Kirche die tief in den Boden-satz der Zeit getauchte Säulenreihe eines alten Heidcntcmpels,am Ende der Sicgesbogcn des Titus, und vor ihm in der

') DcS lupitsr tonans.

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