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öden waldigen Mitte ein Springwasser in ein Granitbcckensich gießend.
Er ging dieser Quelle zu, um die Ebene zu überschauen,ans welcher sonst die Donnermonatc der Erde anszogcn, aberwie über eine ausgebrannte Sonne ging er darüber, welchefinstere todte Erden umhängen. O der Mensch, der Mensch-Traum! rief's unaufhörlich um ihn. Er stand an der Gra-nitschale gegen das Coliseo gekehrt, dessen Gebirgsrücken hochin Mondlicht stand, mit den tiefen Klüften, die ihm die Senseder Zeit eingchanen — scharf standen die zerrissenen Bogenvon Ncro's goldncm Hause wie mörderische Hauer darneben.—-Der palatinische Berg grünte voll Gärten und auf zcrbrochnenTempel-Dächeru nagte der blühende Todtcnkranz aus Epheu,und noch glühten lebendige Ranunkeln um eingescnkte Kapita-ler. — Die Quelle murmelte geschwätzig und ewig, und dieSterne schaneten fest herunter mit unvergänglichen Streckenauf die stille Wahlstatt, worüber der Winter der Zeit gegan-gen, ohne einen Frühling nachzusührcn — die feurige Wclt-secle war ausgcflogen und der kalte zerstücktc Riese lag umher,auscinandcrgerissen waren die Riesen-Speichen des Schwung-rads, das einmal der Strom der Zeiten selber trieb. — Undnoch dazu goß der Mond sein Licht wie ätzendes Silberwasserauf die nackten Säulen und wollte das Eoliseo und die Tem-pel und alles auslösen in ihre eignen Schatten! —
Da streckte Albano die Arme in die Lüste, als könnt' erdamit umfassen und zerfließen wie mit Armen eines Stroms,und rief aus: „o ihr großen Schatten, die ihr einst hier strit-tet und lebtet, ihr blickt herab vom Himmel, aber verachtend,nicht trauernd, denn euer großes Vaterland ist euch nachge-storben! Ach, hätt' ich auf der nichtigen Erde voll alter Ewig-