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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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durchflogen die weiten, breiten Straßen zuweilen kam erplötzlich vor Gärten vorbei und in breite Stadtwüsten undMarktplätze der Vergangenheit. Das Stollen der Wagenunter dem Rauschen des Regens glich dem Donner, dessen Tagedieser Heldenstadt sonst heilig waren, gleichsam der donnerndeHimmel der donnernden Erde eingemnmmte Gestalten mitkleinen Lichtern schlichen durch die finstern Straßen oftstand ein langer Pallast mit Säulen-Reihen im Feuer desMondes, oft eine graue einsame Säule, oft eine einzelne hoheFichte, oder eine Statue hinter Zypressen. Einmal, da wederRegen noch Mondlicht war, ging der Wagen um die Eckeeines großen Hauses, auf dessen Dache eine blühende langeJungfrau, mit einem anfblickcnden Kinde an der Hand, einekleine Handlcuchte bald gegen eine weiße Statue, bald gegendas Kind selber richtete und so wechselnd die ganze Gruppebeleuchtete. Mitten in das erhobene Gemüth drang die freund-liche Gesellschaft und brachte ihm manche Erinnerungen mit;besonders war ihm ein römisches Kind eine ganz neue undmächtige Idee.

Sie stiegen endlich ans bei dem Fürsten <ti Imuria, Gas-pard's Schwiegervater und altem Freund. Nah' an seinemPallast lag der Lninyo raceino (das alte Forum), und aufdie breiten Treppen und die drei Wunder-Gebäude des Kapi-tols schien der Helle Mond; in der Ferne stand das Loliseo.Zögernd ging Albano in das erleuchtete Haus, wovor derWagen der Fürstin stand, und wandte schwer das Auge vondiesen Höhen der Welt, wovon einst ein leichtes Wort wieeine Schneeflocke lange rollte und ewig wuchs, bis es ineinem fremden Lande eine Stadt erdrückte mit der Schlag-lauwine.

Jean Paul's auSgew. Werle. Xlk.

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