Druckschrift 
12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
12
Einzelbild herunterladen
 

große Schaf mit Scidcnwollc das schwarze kleine muntreSchwein und den schwarzen Truthahn als er plötzlichvom Balkon herab einen deutschen Gruß und seinen Namenhörte.

Es war die Fürstin, ihre Wagen standen seitwärts, Bon-vcrot und Fraischdörfer bei ihr. Wie dringt cs balsamischdurchs Herz, im fremden Lande, und sei cs das schönste, denBruder, die Schwester des ranhcrn wicdcrznfindcn, gleichsamin der zweiten Welt den verwandten Erdcnsohn! Auch derAdigo, der vorher ihn im wilden Gebirge unter dem NamenEtsch begleitet hatte, folgte ihm mit dem schöner» in die Ebenenach. Die Fürstin schien ihm, er wußte nicht warum, milder,jungfräulicher geworden in Gestalt und Blick, und er warf sichseinen früher» Jrrthnm vor. Aber er beging einen später»;über ihre stark gezeichnete Physiognomie stiegen hinter Wiendie welschen schärfer» empor, und die schreienden Farben, wor-ein sic sich gern kleidete, wurden von den italiänischcn übcr-schriccn. Ein fremder Boden ist ein Rcdontcn- und Brnnncn-saal, wo nur menschliche Verhältnisse und keine politische wal-ten, und in der Fremde ist man sich am wenigsten Fremdling alles berührte sich freundlich, wie fremde Hände sich suchenund fassen unter dem Steigen von Bergen. Wie verehrendsah Albano die Fürstin an! Denn er dachte:sie wollte dieErblaßte mitnehmcn in daS heilende Eden. O die Heiligewürde ja an diesem Morgen glücklich scyn und weinen mitdem blauen Auge vor Seligkeit." Dann that cs seines,aber nicht vor Seligkeit; und so sind die Feuerwerke des Le-bens, wie die andern, immer an und auf Wasser gebanct. Dawurde in ihm der Schwur feierlich vor dem schönen Todtcn-hauptc Liancns abgelegt:ich will der Freund ihrer Freundin