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recht feyn!" — Eine neue Rolle des Lebens spielt der Menscham wärmsten und besten; über nnscrn Antrittspredigtcn schwebtder heilige Geist brütend mit Taubcnflügcln — nnr späterliegen die Eier kalt. Albano, noch in keine Freundschaft ein-gcweiht als in die männliche, betete die weibliche an wie einaufsteigendes Gestirn, und für diese fand er, wie für die männ-liche, weit mehr Opfer-Kräfte in seiner warmen Seele aufbe-wahrt als für die Liebe. In der Freundschaft ist der Mannwie in der Liebe die Frau — und umgekehrt —; nämlich mehrden Gegenstand suchend als die Empfindung für ihn.
Mit neuen vollen Segeln und Wimpeln — in geschmück-ten singenden Schiffen — mit günstigen Seitenwinden — flogdie muntere Fahrt durch Städte und Auen.
Nichts hängt über einen langen Neisc-Korso eine schönereFrucht- und Blnmcuschnur hin — für einen Wagen, der vor-ausgeht — als ein Paar Wagen, die Nachkommen. WelcheGemeinschaft der Freude und Gefahr im Nachtquartier! Wel-ches Besprechen der Marschroute! Welche Freude über die uach-und vorfahrenden Avanturcu, nämlich über die Berichte davon!Und wie liebt einer den andern!
Nur gegen Bouverot bewies Albano eine feste Kälte; aberder Ritter war freundlich. Albano, mehr unter Büchern alsunter Menschen ausgewachsen, wunderte sich oft, daß ihm injenen die Verschiedenheit der Meinungen so leicht vorübcrging,die ihn unter diesen so scharf anfiel. Am Ende fragt' ihn ein-mal sein Vater: „Warum benimmst du dich gegen Herrn v.Bouverot so fremd? Nichts erbittert mehr als ein besonnenesstilles Hassen, das leidenschaftlichste weit weniger." — „Weiles mein Gesetz ist (antwortete er), die ewige Unwahrheit derMenschen in ihren Verbindungen zu fliehen und zu hassen.