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12 (1848) Titan : vierter Band
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Sie versanken in die Tiefen der Tyroler Gebirge. DieHöhen standen schon ins feste weiße Leichentuch des Wintersgehüllt und durch die Thälcr ging nur der kalte Sturm leben-dig hin und her. Albano's Sehnen nach dem milden Landeder Jugend wuchs zwischen den Stürmen und Alpen immerhöher; und Roms Bild breitete sich kolossalisch aus, je längercs sich ihm näherte. Gaspard ließ die Reise aus Flügelngehen, um den Regenwolken des Herbstes vorzukommen.

In einer dunkeln Reise-Nacht arbeiteten sie sich gleichsamdurch das Gebirge hindurch, gleich ihrem Gefährten, dem Adigo-Strom, der einen Riesen-Felsen aufrcißet und in die mildeEbene stürzt und darin sanft weiter taumelt. Die Sonne er-schien und Italien.

Es hatte geregnet, eine laue Lust flatterte von den Zy-presscnhngeln durch das Thal und durch die Wcin-Gehenke derMaulbeerbäume her und hatte sich zwischen Blüten und denFrüchten der Pomeranzen durchgedrängt der Adigo schienwie eine geringelte Riesenschlange auf der vielfarbigen Land-schaft an den Landhäusern und Olivcnwäldern zu ruhen undRegenbogen an einander zu setzen. Das Leben spielte imAether nur Sommervögcl schweiften in dem leichten Blau nur der Venuswagen der Freude rollte über die sanftenHügel.

Albano's volle Seele ergoß sich gleichsam in das breiteBette, das ihn von der milden Ebene zu der prächtigen Romaführte!Wenn wir rückwärts reisen (sagte Gaspard), soerinnere dich an deinen Eintritt." Sie hielten in einemDorfe mit großen steinernen Häusern. Albano sah das warmeaußerhäusliche Leben um sich an, den unbedeckten Kopf, dienackte Brust und die blitzenden Augen der Männer das