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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
10
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Jugend wenig die Zeichen der Liebe. Jndeß behielt Al-bans den Stolz, daß er sich dem Vater ganz und mit allenVerschiedenheiten sehen ließ, ohne den Sommer vor dem Win-ter zn verstecken.

Von Tag zu Tag fand Gaspard Briefe an sich aus denPosten, besonders von Pcstitz, wie Albano außen an den Post-Lettern ersah; denn es wurden ihm keine gegeben. Erwünschteimmer mehr, der Fürstin nachzukommen, die nnr noch eineTagereise vor ihnen voraus hatte. Sie sahen schon die Rie-fen des Winters, die Schweizer- nnd Tyroler-Alpen, im La-ger; die Göttcrsöhne standen, mit Lauwiuen und Kataraktennnd Wintern bewaffnet, Wache um das göttliche Land, woGötter und Menschen einander wechselseitig nachahmten. Wieoft blickte Albano, wenn Abends die Sonne sich glühend mitden bcschneicten Alpcnhöhcn vermischte, schmerzlich ergriffennach diesen Thronen hin, die er einmal ganz anders, viel gold-ner, so hoffend und so glaubend, von Isola Ixckln angeschauct. Die Höhen deiner Vergangenheit, sagt' er sich, sind auchweiß nnd keine Alphörner tönen mehr droben nntcr sonnen-hellen Tagen und du bist tief im Thal!

Sic kamen noch vor dem Volksfeste einer verspäteten Wein-lese vorüber. Der Ritter erkundigte sich nach allem mit derWißbcgierde eines Weinhändlers und mit der Kcnntniß einesWinzers. So botanisirte er überall ans der Erde nach jedemGräschen nnd Kraut der Erkenntuiß. Albano verwundertesich darüber, da er bisher geglaubt, Gaspard suche und langenach nichts als nach den Paris- und Hesperidcn-Aepfeln derKunst, weil er alle andre Früchte nnd ihr Fleisch nnd ihrenKern in seinem Stande weder zum Genießen, noch zum Säenbrauchen konnte.