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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
Seite
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des Knnstrathcs und dcs deutschen Herrn, die man bald cin-holcn könne. Der Sohn wandte sich endlich mit der kühnenErkundigung an ihn, ob er wirklich noch eine Schwester habe,und erzählte die Geschichte mit dem Kahlkopf.Es könntewol scyn (sagte Gaspard unangenehm spaßhaft), daß du nochmehr Brüder und Schwestern hättest, als ich wüßte. Aberwas ich weiß, ist, daß deine Zwillingsschwcster Scvcrina indiesem Jahre in ihrem Kloster gestorben ist. Wofür hältst denndu die Nacht-Geschichte?" Beinah für einen Traum, ver-setzt' er. Zufällig kam seine Hand hier in die Tasche und trafzu seinem Erstaunen ans den halben Ring, den die Schwesterihm geschenkt. Das Wunderbare trat dicht unter seine Sinneund jene Schauer-Nacht ging schnell und kalt durch seinenMittag. Er und der Vater besahen die Enden dcs zerschnit-tenen Rings, an deren jedem ein abgerissener Namcnszug auf-hörtc.Es gibt aber nichts Wunderbares" sagte der Ritter.Woher wissen wir alsdann, daß cs etwas Natürliches gibt?"sagte Albano.Das Wunder (versetzte Gaspard) oder dieGcistcrwclt wohnt nur im Geiste."Wir müssen uns(fuhr jener fort) auch bei den gemeinsten optischen Kunststückenaus etwas anderes als auf die Auslösung des Trugs derPhantasie in einen Trug der Sinnen freuen, weil uns sonstnach der Auslösung das Zaubcrwerk mehr gefallen müßteals vorher. Das sind die Stellen und Pole der menschlichenNatur, worüber die ewigen Polarwolkcn hängen. UnsereLandkarten vom Wahrhcits- und Gcistcrrcichc sind die Land-kartenstcine, welche Ruinen und Dörfer abbildcn; diese sinderlogen, aber doch ähnlich. Der Geist, ewig unter Kör-per gebannt, will Geister." Ungefähr so meint' ich auch,sagte GaSpard.