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12 (1848) Titan : vierter Band
Entstehung
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sam mitten im Hafen voll Schiffe. Schaudernd kehrt' er sichvon jeder schönen Jnngsran weg; sie erinnerte ihn wie eineKlage an die erblaßte; ewig anfgcdeckt zog Liancns bleichesAngesicht wie eine Leiche in Italien *) ans dem unend-lichen Weg zum Grabe, und nur unkenntliche Gestalten mitLarven gingen hinter ihr lebendig. So ist der Mensch undsein Schmerz; zum Widcrspiele des Schiffziehcns, wo die Le-bendigen den Tobten mitschleppcn, nimmt der Tobte die Leben-digen mit und zieht sie weit nach in sein kaltes Reich.

Durch die Zeit wurde allmalig sein Schmerz entwickelt,nicht entkräftet. Sein Leben war ihm eine Nacht geworden,wo der Mond unter der Erde ist, und er glaubte nicht daran,daß Luna allmälig mit einem wachsenden Licht-Bogen wicdcr-kehrc. Keine Freuden, nur Thaten diese entfernten Sterneder Nacht waren jetzt sein Ziel. Er hielt cs für Unrecht,die Thränen, die oft mitten im fremden Gespräche aus ihmdrangen, darum vor dem Vater zurückznhalten, weil dieser kei-nen Theil an ihnen nahm; doch zeigt' er ihm durch die Kraftseiner Gespräche und Entschlüsse noch den starken Jüngling.Rur der Vorwurf, den er sich über seine Schuld an LianensTod gemacht, hatte sich in den Frieden anfgclöset, den ihmJdoine gegeben, ob er gleich jetzt ihre Erscheinung nur füreinen wachen Fiebertraum von Lianen hielt.

Sein Vater schwieg ganz über Jdoinens Auftritt so wieüber alle unangenehme Erinnerungen, er sprach aber viel vonItalien und von dem Kunst-Gewinn, den Albano da erbeutenwerde, zumal durch die voransgehcnde Gesellschaft der Fürstin,

*) Die Leiche gehet aufgedcckt zum Begrübniß, ihre Begleiterfolgen vermummt.