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licnkranze, und dic Einsiedler sangen oben: „o Seligkeit, o„Seligkeit, der Abend blüht." Es wurde still nnd dämmernd.An der Sonne hielten die Welten nmhcr still nnd nmrangensic mit ihren schönen Riesen, der menschlichen Gestalt ähnlich,aber höher nnd heiliger; wie ans der Erde dic edle Menschen-gestalt in der finstern Spiegel-Kette der Thierc hinabkriccht: soflog sic droben hinaus an reine», Hellen, freien Göttern vonGott gesandt — Die Welten berührten dic Sonne nnd zer-flossen auf ihr — auch die Sonne zerging, um in das Landder Liebe hcrabznflicficn, nnd wurde ein wehender Glanz —Da streckten dic schönen Götter nnd die schönen Göttinnengegeneinander dic Arme ans und berührten sich, vor Liebebebend; aber wie wogende Saiten vergingen sie Freude-zit-ternd dem Auge, nnd ihr Dascyn wurde nur eine unsichtbareMelodie nnd cs sangen sich die Töne: „ich bin bei dir nnd„bin bei Gott" —Und andere sangen: „dic Sonne warGott!" —
Da schimmerte das goldne Gefilde von unzähligen Fren-denthränen, die unter der unsichtbaren Umarmung nicdcrgc-fallen waren; die Ewigkeit wurde still nnd die Lüste ruhtennnd nur das fortwchendc Nosenlicht der aufgelösten Sonne be-wegte sanft dic nassen Blumen.
Ich war allein, blickte umher, nnd das einsame Herz sehntesich sterbend nach einem Sterbe». Da zog an der Milchstraßedic weiße Welt mit dem Schleier langsam herauf — wie einsanfter Mond schimmerte sic noch ein wenig, dann ließ sic sichvom Himmel nieder auf das heilige Land nnd zerrann amBoden hin; nur der hohe Schleier blieb —Dann zog sich derSchleier in den Aethcr zurück, nnd eine erhabene, göttlicheInngfran, groß wie dic andern Göttinnen, stand auf der Erdennd im Himmel; aller Noscnglanz der wehenden Sonne sam-melte sich an ihr nnd sic brannte, in Abendrots' gekleidet. Alle