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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
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Da trat mit noch halb zurückgcwandtcm Kopse eine große Ge-stalt herein, ganz in lange schwarze Seide eingehüllt. Wie einentzückter Mond auf hohen Laubgipscln, stand ans der seidncndunkeln Wolke ein üppig-blühender schmuckloser Kopf voll Le-ben vor ihm, mit schwarzen Augen voll Blitze, mit dunkelnRosen auf dem blendenden Gesicht und mit einer thronendenSchnee-Stirn unter dem braunen Locken-Ucbcrhang.Schoppen war, da sic ihn ansah, als liege sein Leben im vol-len Sonnenschein, und er fühlte ängstlich, daß er sehr nahean der Königin der Seelen stehe.H. v. Augusti (fing sieernst an) hat mir gesagt, daß Sie eine Bitte für Ihren kran-kcn Freund in meine Hände geben wollen. Sagen Sie mirsolche klar und frei, ich werde Ihnen gern und bestimmt undoffen antworten."

Alle Rollen-Erinnerungen waren in ihm zu Boden ge-sunken und aufgelöst; aber der große Schutzgeist, der unsicht-bar neben seinem Leben flog, stürzte sich mit feurigen Flügelnin sein Herz und begeistert antwortete er:Auch ich!MeinAlbano ist tödtlich krank er ist im Fieber seit gesternAbends er liebte das verstorbene Fräulein Liane erist aus die Greisgcicr-Schwinge des Fiebers gebunden undwird hin und her gerissen er stürzt bei jedem Glockcn-Ausklang ans die Kniee und betet, dicht an der Glntscite derPhantasie liegend, immer heißer: erscheine mir und gib mirFrieden er steht aufrecht und angckleidet aus dem hohenScheiterhaufen der phantastischen Kreis-Flammen und lechzetund brät und dorret sehr aus und krümmt sich nieder, wieich wol sehe. . . ."

0, llnisses ckonc! (sagte die Gräfin, welche den Venus-