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dankend nm die ruhende Wohlthäterin zu weinen, vor derenKlagen jetzt das heilende Saitcnspicl ihrer Mienen taub undstumm lag -— Er hörte nichts von dem Toben ihres Bruders,noch vom lauten (akustisch-gebanctcn) Schmerze ihres Vaters,oder von der starren in dumpfe Qual gewickelten Mutter —Er wußt' es nicht voraus, daß die bleiche Charis in ihremKrönungszimmcr an einem Abende zwischen Lichtern zum letz-tenmal der Erde erscheinen werde, bekränzt, geschmückt undschlummernd — Ihm starb zwar in jeder Stunde eine unend-liche Hoffnung, aber jede gebar ihm auch eine neue. — —„Armer Bruder (sagte Schoppe am andern Tag im cdelnZorn), ich schwöre dir's, du bekommst heute deinen Frieden."— Der blasse Kranke sah ihn bittend an. „Bei Gott!" schwurSchoppe und weinte beinahe.
98. Z y k e l.
Schoppe hatte sich vorgcsetzt, um den Ritter — der denAbend halb an den Minister und halb an Wehrfritz in Blu-menbühl vertheilte — sich gar nicht zu bekümmern, sonderngeradezu vor die Prinzessin Jdoinc mit der großen Bitte zutreten. Vorher wollt' er sich den Lektor dazu holen als Thür-hütcr oder Billeteur der versperrten Hofthürcn und als Bür-gen seiner Worte. — Aber Angusti erschrak unbeschreiblich;er versicherte, das geh' unmöglich an — eine Prinzessin undein kranker Jüngling — und gar eine ridikülc Geister-Nolle u. s. w., und der eigne Vater sch' es ja schon ein.Schoppe wurde darüber ein aufspringendes Sturmsaß und ließwenig Flüche und Bilder liegen, die er nicht gebrauchte überden menschenmörderischeu Widersinn der Hof- und Weiber-