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schwömmen, das warf sic hart darnieder und sie wäre gerndem Opfer nachgcstürzt. Sic war gestern nicht im Stande,mit den zwei Verschleierten hinzugehen.
Jetzt eilte Gaspard zur einen davon, znr Gräfin Romeiro,wo er auch die andere fand — die Prinzessin Jdoinc. Diesehatte unmöglich so viel von ihrer Gesichts- und Scclcn-Schwe-stcr in allen Briefen lesen können, ohne selber aus ihrem Ar-kadien zu ihr herzurciscn und die schöne Verwandtschaft zuprüfen; aber als sie im Schleier ankam im Schmerzcnhause,hatte schon ihre Verwandte den ihrigen über das brechendeAuge gezogen; und als er aufging, sah sie sich selber verloschenund im tiefen Spiegel der Zeit ihr eignes Sterbe-Bild. Sieschwieg in sich selber gleichsam wie vor Gott, aber ihr Herz,ihr ganzes Leben war bewegt.
Die Achnlichkeit war so auffallend, daß Julienne sie bat,nie der gebeugten Mutter zu erscheinen. Jdoine war zwarlänger, schärfer gezeichnet und weniger rosenfarb als Liane inihrer Blütenzeit; aber die letzte blasse Stunde, worin dieseneben ihr erschien, machte die bleiche Gestalt länger und dasAngesicht edler und zog die blumige snngsräuliche Verhüllungvom scharfen Umriß weg.
Jdoine sprach wenig zum Ritter und sah nur zu, wie ihreFreundin Linda ordentlich in kindlicher Liebe überfloß gegenseine fast väterliche. Beide Jungfrauen behandelte er mit einerachtenden, warmen und zarten Moralität, welche einem Auge(z. B. dem des Fürsten) wunderbar erscheinen mußte, das oftZeuge der ironischen Unbarmherzigkeit gewesen, womit er wurm-stichige, anbrüchige Herzen — halb cingepfarrct in GottesKirche und halb in des Teufels Kapelle — scheue, weiche em-pfindsame Sünder, innerlich-bodenlose Phantasten, z. B. Ro-3ean Pauk's ««sgew. Werke. XI. 2-4