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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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lingsdüstc des ewigen Ufers entgegen zogen, nichts mehrseyn, nichts mehr geben konnte, nicht einmal die Dcmuthnehmen.

Als sie cs gesagt, richtete ihr Hanpt mit der Blumen-krone sich begeistert auf, sie zog ihre Hand aus seiner undbetete laut mit Inbrunst:Erhöre mein Gebet, o Gott! undlasse Ihn glücklich seyn, bis er eingcht in deine Herrlichkeit.Und wenn er irret und wankt, so schon' ihn, o Gott, undlasse mich ihm erscheinen und ihm zuredcn. Dir aber allein,du Allgütigcr, sei Preis und Dank gesagt für mein frohes,stilles Leben auf der Erde, du wirst mir nach der Ruhe dro-ben schenken den schönen Morgen, wo ich arbeiten kann....

Wecke mich früh aus dem Todesschlafc. Wecket mich,

wecket! ..... Mutter, das Morgenrots)^) liegt schon aufden Bäumen."-

Da stürzte die Mutter ins Zimmer mit andern Menschen.Der todcsschlaftrunkne Blick und das Jrrcreden sagten an,daß nun der kalte Schlaf mit offnen Augen komme.Erscheinemir, du bist ja bei Gott!" rief Albano sinnlos. Umsonstwollt' ihn Augusti wegführen; ohne Antwort, ohne Regungstand er eingewurzelt fest. Liane wurde immer blasser, derTod schmückte sie mit dem weißen Brautkleid des Himmels an;da hörte sein weinendes Auge auf, die Qual gefror, und dasweite, schwere Eis der Pein füllte die Brust.

Unverrückt hing Lianens Blick an einer lichten Stelle dessanft bczognen Abendhimmels wie forschend und erwartend,daß der Himmel aufgehe und die Sonne gebe. Gleichgültiggegen alle stürmte ihr Bruder jammernd herein:geh' nicht

Sie sieht das Herbsilaub.