„Liebe zu Ihr ist mein letzter Wunsch — — Wirst du mich„betrüben, festes Gcmüth, durch ein heftiges Nein?" —
„Himmels-Seele! >— (rief er und blickte sic bittend cmund brachte ihr das Todtcnopser des erstickten Neins) ich ant-worte dir nicht — Ach vergib, vergib der frühem Zeit!" —Denn nun sah er erst, wie demüthig, leise und doch innig diezarte, stille Seele ihn geliebt, die noch jetzt im zerfallendenKörper ganz wie an Lilars schönen Tagen sprach und liebte,so wie die schmelzende Glocke im brennenden Thurm noch ansden Flammen die Stunden tönt.
„So lebe nun wohl, Geliebter! (sagte sic ruhig und ohne„Thränc, und ihre matte Hand wollte seine drücken) Reise„glücklich in das schöne Land! — Habe ewigen Dank für deine„Lieb' und Treue, für die tausend frohen Stunden, die ich„dort erst verdienen will*), für Lilars schöne Blumen. . . .
„DieKinder meiner Chariton haben sie mir aufgesetzt**)__
„ste ne suis (^»'un 8VNA6 '-Was wollt' ich dir sagen,
„Albano? Mein Lebewohl! Verlasse meinen Bruder nicht! —„O, wie du weinst! Ich will noch für dich beten!" —
Die Sterbenden haben trockne Augen. Das Gewitterdes Lebens endigt mit kalter Luft. Sie wissen cs nicht, wieihre lallende Zunge einschncide in die weit aufgcrisscncn Her-zen. Die sanfteste Seele wusit' es nicht, wie sie ein Schwertnach dem andern durch ihren Albano stieß, der cs nun fühlte,daß er der Heiligen, der schon die Frühlingswinde, die Früh-
*) Sic hielt ihr hiesiges Leben für ein ruhiges Spiel- und Kin-der-Leben, erst das zweite für das thätige.
") Hier und weiter redet sic zwar irre; aber sic weiß es doch,daß der Grasblumenkranz von Charitonö Kindern ist.