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„Ihrer Unterredung als Ihr Gewissen" und machte dem stum-men Jüngling das stille Krankenzimmer auf.
Vom Schmerz belastet und gebückt trat er leise hinein.In einem Krankcnstnhl richte eine weißgekleidete Gestalt mitweißen, tiefen Wangen und ineinander gelegten Händen undlehnte den Kopf, den ein bunter Grasblumcnkranz umzog, andie Seitenlehne. Es war seine vorige Liane. „Sei mir will-kommen, Albano!" sagte sic mit schwacher Stimme, aber mitdem alten, ausgehenden Sonncn-Lächeln, und reicht' ihm diemühsam gehobne Hand entgegen; das schwere Haupt konntesie nicht erheben. Er trat hin, sank auf die Kniee und hieltdie thcucrc Hand, und die Lippe zitterte stumm. „Sei mirrecht willkommen, mein guter Albano!" wiederholte sic nochzärtlicher in der Meinung, er Hab' es das erstemal wol nichtgehört; und alle Thräncn seines Herzens riß die bekanntewiedcrkommcnde Stimme in Einem Regen nieder. „Auch du,Liane!" stammelte er noch leiser. Mühsam ließ sic ihr Hauptauf die andere ihm nähere Lehne hcrüberfallen; da schauctenihre lebensmüden blauen Angen recht nahe seine feurigen nas-sen an; wie fanden beide ihr Angesicht von Einem langenSchmerz entfärbt und veredelt! Nothwangig und vollblühcndund Schmerzen tragend war Liane in das kalte fremde Todten-rcich der schweren Prüfung für die höhere Welt gegangen undohne Farbe und ohne Schmerzen war sic wicdcrgckommcn undmit himmlischer Schönheit ans dem irdisch-verblühten Gesicht— Albano stand vor ihr, aüch bleich und edel, aber er brachteans dem jungen kranken, cingefallncn Angesicht die Kämpfe unddie Schmerzen zurück und im Auge die Lebens-Glut.
„Gott, du hast dich verändert, Albano — fing sie nach„einem langen Blicke an — Du siehst ganz eingefallen ans —