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verklärtes heraufzunehmen, die alte Demuth vor Menschen unddas alte bekümmerte Sorgen für Geliebte.
Julienne mocht' ibr noch so oft abgerathcn haben, sie.schlang sich doch an einem Abende — wo sic Albano's Weg-ziehen nach Italien vernommen — um Linda's Herz und sagteihr mit gewöhnlicher Ucberwallung, nur Albano verdiene sie.Linda antwortete bewundernd: sie fasse eine Liebe nicht, diesich selber vernichte; in Ihrem Falle würde sic sterben. „Undihn' ich'S denn nicht?" sagte Liane.
Julienne bat gleich darauf Lianen, die verlegne edle Grä-fin darüber zu schonen. Liane schwieg nnbcleidigt; aber derneue Wunsch ergriff sie nun, ihren verlornen Albano noch ein-mal wicdcrzusehen und ihm ihre vorige Treue und seinen Jrr-thnm zu beweisen und ihm mit sterbendem Herzen ein neuesgroßes zu vermachen. Sie war sehr offenherzig mit allen letz-ten Wünschen ihrer heiligen Seele. So lange die Mutter undAugnsti konnten, hielten sie ihr die Hand, damit sic sich eineso giftige schwarze Blume, als die Freude eines solchen Wie-dersehens scyn müßte, nicht ans kranke Herz steckte. Aber sieversicherte ihre Mutter, was könn' cs ihr in diesem Jahreschaden, da sie ja erst im künftigen — nach Karolincns Weis-sagung — von hinnen gehe? — Jndeß suchte man ihr dasletzte Ziel immer hinauszurücken in der Hoffnung, daß Gas-pard den Grasen wegsühre, und mit dem Vorsatz, nur imNothfalle aller verlornen Hoffnungen ihr diese tödtliche zustillen.
— Da wandte sie sich mit ihrem Wunsche an ihren Bru-der; aber dieser halb ans erbitterter Eitelkeit, halb ans Liebegegen die Schwester, schilderte Albano von der kälter» Seite,sagte, er ziehe in ein frohes Land, verschmerze sie leicht n.s.w.
Jean PauI'S ausgew. Werke. XI. 23