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Wie cntrüstctc sich beinahe die sanfte Seele, weil sic darausmit weiblicher Scharfsicht einen nahen Bruch der Liebe gegenAlbano und Rabettc und eine Wiederkehr der Neigung für diedablcibcndc Linda entdeckte! Sic hatte schon längst die langeUnsichtbarkeit Rabcttcns untersucht. Denn diese arme Seelewar seit ihrem Falle, seit dem Begräbnis ihrer Unschuld, durchkeine Bitten und Befehle zu zwingen gewesen, vor die Freun-din der ewigen Unschuld mit dem nicdergcworfnen Sünder-Auge zu treten; und jetzt war cs ihr vollends unmöglich, seitihr durch Linda's Ankunft und Besuche auch das kleinste schil-lernde Gewebe ihres fliegenden Sommers zertreten war undihr Mund voll Qual dumpf am hercingezogncn Leichcnschlciererstickte. „Bruder, Bruder (sagte Liane begeistert), bedenke,„was unsere armen Eltern von uns Kindern haben! Ich er-fülle ihnen keine Hoffnung; auf dir ruht jede; ach wie wird„unser Vater zürnen!" setzte sie mit alter Scheu und Liebedazu. Der Bruder hielt es für Recht, die Wahrheit (überRabcttcns Hinab- und Wcgstoßcn), welche diesesmal die Ge-stalt einer bewaffneten Parze haben würde, von ihr zu entfer-nen, und setzte an die Stelle der Wahrheit seine Bruder-Liebe.Daher hatt' er bisher die einzige Gelegenheit, mit der Gräfinzn sprechen, entbehrt — Liancns Krankenstuhl. „Du mußt„sterben (sagte er einmal im Enthusiasmus zu ihr); es ist„gut, daß dein Gewebe so zart ist, damit cs das Durcheinan-„dergrcifen so vieler Tatzen entzwei reißet — Was hättest du„bis in dein 70stes Jahr nicht leiden können unter Menschen„und Männern!" Auch er glaubte — aus eigner Erfahrung— daß es mehr Weiber- als Männer-Schmcrzen gebe, so wiecs am Himmel mehr Mond- als Sonnenfinsternisse gibt.
So stand es bis in die Nacht, wo Albano den Kahlkops,