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die nachher im weichen Wasser der Entsagung, Herbstliche undAndacht schmolzen. Es gibt eine warme Windstille, welcheMenschen wie Schiffe zerlasset; eine Wärme, worin das Wachs-bild des Geistes zerrinnt. Täglich kam noch dazu der frommeVater und breitete ihre Schwingen ans, lösctc sic ab von denErden-Hoffnungen und Erden-Bangigkeiten und führte sie inden Glanz des göttlichen Thrones. — Die schönen Frühlings-lüfte ihrer geendigten Liebe ließ sie wieder wehen, aber inhöherer Stelle, cs waren dünne, milde Acthcr-Zephyre, Blu-mcn-Hanche. — Sie wußte jetzt zugleich, sic sterbe und liebeGott. Sic stand wie eine Sonne schon ruhig und fern anihrem Himmel, aber wie eine Sonne schien sie folgsam umden kleinen Tag ihrer Mutter zu gehen und wärmte sie sanft.— Ihre Thränen entflossen so süß wie Seufzer, wie Abcnd-thau aus Abcudroth — Wie man selig-wogend sinkt in hei-tern Träumen, so floß sie mit schwimmendem Körper-Gewandaus dem Todesflusse, lange getragen, langsam angezogen.
Nur ein einziger irdischer Widerstand hatte bisher densüßen Fall gebrochen — die heiße Erwartung der kommendenRomeiro, dieser ihr so innig befreundeten Freundin ihrer Freun-din Julienne. Endlich erschien ihr diese und ergriff ihre Phan-tasie zu sehr; denn gerade die Flügel der Phantasie waren andiesem sausten, steten Schwane*) zu stark. Wie stellte sich dieKranke unter diese glänzende Göttin herunter! Wie fand sicsich unwürdig der vorigen Liebe für Albano! — So wenighatte Spener, der nur vor Gott dcmüthig war, sie hindernkönnen, zwei Kleinode ans ihrem vorigen Leben in ihr jetziges
*) Ein Schwan kann mit dem Flügclschlag einen Arm zerbrechen.