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Versprechen, den Lebcnsbalsam einer südlichen Reise ans Lin-nens kranke Nerven zu gießen, zn mahnen und durch sic nochfrüh genug, eh' die Verwirrung des drängenden Augenblickesetwas vereitele, die Ministerin zu bestimmen und zu gewin-nen, welche wie alle Hofmcnschcn gewiß schwer einem sürst-lichen Wunsche und einer Glücks-Perspektive widerstehen werde.
Blieb aber Liane zurück aus eigner oder fremder Schuld:so war cs sein Vorsatz und Schwur, vor keiner Gewalt, sel-ber der väterlichen nicht, aus dem Vaterland der ewigen Brautzn weichen, sondern einzuwurzeln vor ihrem Kranken-Kloster,bis sic daraus entweder frei und heiter wieder in das offneLeben geht oder dunkel-eingeschleicrt sich ins finstere Nonncn-Chor der Todten verbirgt. O, wieder zu kommen, sic imromantischen Boden der alten Zeit zn suchen, und sie nirgendszu finden als hinter dem Sprach-Gitter der Erbgruft — die-sen Gedanken hielt sein Herz nicht aus.
Die Fürstin führte ihm selber die Gelegenheit seiner Bittezu; sic schickte ihm zu einer astronomischen Partie ans derSternwarte eine Einladung durch ihre treue Hofdame Halter-maun: „Ich soll Ihnen blos Folgendes wörtlich schreiben„(schreibt diese): Kommen Sie heute auch aufs Observatorium,„ich und meine gute Itulterinnun gehen dahin." Diese Hal-termann, ein Fräulein von wenigen Reizen und Gcistesschwnng-sedern, aber vielen Glaubenslehren und frühzeitigen Runzeln,hing der Fürstin schon seit Jahren unauflöslich an, Alles ver-schweigend und alle ihre „Stclldicheine" (Itenckes-Voiis) be-günstigend, blos weil sie sagte: meine Fürstin ist rein wieGold und nur wenige kennen sic wie ich.
Günstiger konnte Albauo's Wunsche kein Zufall kommen.Er stand am frühesten auf der schönen Sternwarte mitten in