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„ach; cinigemale hatt' cr von ihr Einladungen bekommen,wenn gerade die der Fürstin nachfolgtcn, denen also jene, wiecs schien, hatte zuvorkoimncn sollen. Was wollte sie? —-Wollte sic von einem Jüngling, den sie so oft durch ihreMänncr-Verachtung und durch ihr zorniges, blitzschnelles Fun-kenschlagen aufgebracht, etwan Liebe, vielleicht blos weil crihr freundliches Anblicken immer so warm erwicdert hatte ge-gen eine so theure — Freundin seiner Geliebten? — Oderwollte sie von ihm nur Haß gegen die geehrte Fürstin, undzwar aus Neid und gewöhnlicher Weiber-Achulichkcit mit demElfenbein, dessen weiße Farbe so leicht zur gelben wird unddas nur durch das Erwärmen wieder die schöne bekommt? —Diese Fragen wurden mehr wiederholt als beantwortetvon einem Abende, wo er und Julienne bei der Fürstin waren.Eine gute Vorlesung sollte von Göthc's Tasso die Gemälde-Ausstellung geben. Schöne Kunst und nichts als Kunst warfür die Fürstin die Passauer-Kunst gegen Hof- und Lebens-Wunden; und überhaupt war ihr das Weltgcbäude nur einvollständiges Bilder- und Pcmbrokisches Kabinet und Antikcn-Kabinet. — Die Leserollcn wurden von der Direktrice, derFürstin, so vertheilt, daß sie selber die Fürstin bekam — Ju-lienne die vertraute Leonorc — Albano den Dichter Tasso —ein jungwangiger Kammcrhcrr den Herzog — und FroulayAlphonso. Dieser Letztere — der Kunststücke Kunstwerken vor-zuzichen wußte und die fürstliche Kammer jeder Kunstkammer— stand wider sein Herz zum Einfahren in den Muscnbcrgfertig da, von der Fürstin mit dem Berghabit dazn angcthan.So täglich mehr in die poetische Mode eingczwängt sah crfreilich aus wie sonst eine Mißgeburt, die absichtlich mit au-gebornen Pluderhosen, Kopfputzen und dergleichen auf die Welt