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lieh-grausam werde. Für das gewöhnliche Höflings-Gcwürme,das sich auf seinen Wurm-Ringen nur durch Kriechen Höhengibt, war sie abstoßend und marternd; ob sie gleich als Neu-Gckommenc hätte ein ncugcbornes Kind seyn sollen, das denaltern Kindern Rosinen mitbringt. Am Sonntage, wo anHöfen, wie in Berlin auf der Bühne, immer geistige Volks-siückc ausgcführet werden, war sie unter den Sonntagskindern,die mehr Geister sehen als haben, ein Montagskind, das sicheinen zu finden wünscht, der— sei er immer nicht geadelt---doch ein Original von der Kopie zu unterscheiden weiß sowolam eigenen Ich als im — Bildcrkabinct. Deswegen danktenviele Herren und noch mehr Damen Gott, wenn sie ihr Nichtszn sagen brauchten als: Gott besohlen!
Auf diese Weise erschien sie dem Grafen, seines Vaterstäglich werthcr. Wie in einen warmen Sonnenschein desFrühlings trat er zum erstenmal in den schmeichelnden Zanbcr-kreis der weiblichen Freundschaft, die auch hier der Liebezwei Schwingen goß und formte aus den Wachszellcn des ge-nossenen Honigs; cs war aber bei ihm die Liebe gegen Liane,der die Freundin am leichteste» Flügel nach Italien gebenkonnte. Er fühlte, daß bald eine Stunde der übcrfließcndcnAchtung Ichlagcn werde, wo er ihr den hoch ummauerten Klo-stcrgarten seiner vorigen Liebe vertrauend öffnen könnte.Denn sie machte ihm so oft Raum, ihr nahe zn seyn, alses nur der enge Bezirk eines Thrones und die alles ver-rathende hohe Lage desselben vergönnen wollten. Aber Etwasstörte, bewachte, bekriegte beide, eine wie es schien ncbcn-bnhlerische Nachbarin. Es war die sonderbare Julienne, dieimmer, wenn es anging, aus ihrer Loge auf die Bühne derFürstin trat und das Spiel verwirrte. Häufig kam sie ihm