schlcicrt; so hielt er sich oft für zu hart, wicwol er es sowenig war; so hielt er sich für den Sieger über sein Herz,als sein schönes Angesicht schon kranke, blasse Farben trug.
Die Gegenwart stand noch dunkel über ihm, aber ihrebenachbarten Zeiten, die Zukunft und Vergangenheit, lagenvoll Licht. Welche Reise, worauf eine Geliebte, ein Vater,ein Freund, eine Freundin schon unterwegs die Merkwürdig-keiten sind, zu welchen andere erst ziehen! —
Die Fürstin war die Freundin. Seit Gaspards Briefenan sie und an ihn, seit der Hoffnung einer länger,: und nä-hern Gegenwart, überwältigte sie alles Gewölle um sich herimmer glücklicher, um den Freund nur ans einem blauenHimmel anzulachcn und anznlenchten. Sic allein am Hofeschien den barschen Jüngling, dessen stolze Offenheit so oftgegen den verdeckten Hof-Stolz und besonders gegen den offnendes Fürsten anrannte, mild und recht zu nehmen; sie alleinschien — da Nichts seltener in und von Zirkeln crrathcn wirdals schöne Empfindsamkeit, zumal von höfischen, znmal diemännliche — sanft die seinige ausznspähcn und thcilcndsortzuwärmen. Sie allein ehrte ihn mit jener strengen, be-deutenden Achtung, die so selten die Menschen geben so wiefassen können, weil sie immer nur Liebe und Leidenschaftennöthig haben, um — Recht zu geben, unfähig, anders alsbei Kometen-Licht, bei Kricgsflammcn und bei Frcudenfeuerndie beste Hand zu lesen. Alles was er war, setzte sic bei ihmblos voraus; seine Vorzüge waren nur ihre Forderungen undseine Schntzbriese; sie machte seine Individualität weder zuihrem Muster, noch zu ihrem Wiederschcin, beide waren Maler,keine Gemälde. Er hörte zwar oft, daß sie männlich-strengesei, zumal als Befehlshabern:, aber doch nicht, daß sie Weib-