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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
294
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sündigen sich am leichtesten aus Langerweile an guten, aberlangweiligen Herzen Schneller sprangen Lachen und Wei-nen, Tod und Scherz, Liebe und Frechheit ineinander über;das moralische Gift macht die Zunge so leicht als physischessie schwer Die Arme! die jungfräuliche Seele ist eine reifeRose, ans der, sobald Ein Blatt gezogen ist, leicht alle ge-parrtc nachfallen; seine wilden Kusse brachen die erste» Blätterans Dann sanken andere Umsonst wehet der gute Ge-nius fromme Töne aus der Harfe des Todes und rauschetzürnend im Orkus-Flusse der Katakombe heraus Umsonst! Der schwärzeste Engel, der gern foltert, aber lieber Un-schuldige als Schuldige, hat schon vom Himmel den Sternder Liebe gerissen, um ihn als Mordbraud in die Höhle zutragen. Der Wehrlosen enges, armes Lebens-Gärtchen, worinnur wenig wächst, steht auf dem langen Minengang, der unterRoquairols ausgedehnten Lustlagern weglänft; und der schwär-zeste Engel hat die Minen-Lunte schon angestcckt Feurigfrissct der gierige Punkt sich weiter. Noch steht ihr Gärtchenvoll Sonnenschein und seine Blumen wiegen sich der Funkenagt ein wenig am schwarzen Pulver, plötzlich reißet er einenUngeheuern Flammen-Rachcu auf Und das grüne Gärtchentaumelt, zersprengt, zerstäubt, in schwarzen Schollen ans derLust herab an ganz fernen Stellen Und das Leben der

Armen ist Dampf und Gruft.-

Aber Roquairols ausgebrcitcte, weite und zusammenge-rvurzelte Lust-Parks widerstanden dem Erdstöße viel kräftiger.- Beide traten dann betrübt denn dem Hauptmann wareine kleine Laube anfgeschleudert aus dem Miuirgange her-aus, traseu aber die Blinde nicht mehr an, die suchend sichverlaufen hatte, sondern stießen nur dem umherirrenden Albano