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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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auf, der sehr trauerte und tobte, ob er gleich diesen AbendNichts verloren hatte als Freuden.

Lasset uns die Betrogne und ihre Mit-Millionen miteinigen Worten vor einen milden Richter führen! NichtDas allein wird dieser Richter wiegen, daß sie, vom Bluten-stäube eines rauchenden Freuden-Frühlings betäubt, stumm-erstickt mit dem jungfräulichen Schleier, erlegen dem Sturmder Phantasie da Weiber um so leichter vor der fremdenund poetischen fallen, je seltner ihre eigne weht und ihnen dasFeststchen angewöhnt den Lohn eines ganzen jungfräulichenLebens sterben ließ: sondern Das mildert am stärksten dasUrtheil, daß sie Liebe im Herzen trug. Warum erkennt esdenn das Männer-Geschlccht nicht, daß die Liebende in derStunde der Liebe ja Nichts weiter thun will als Alles fürden Geliebten, daß die Frau für die Liebe alle Kräfte, gegensie so kleine hat und daß sie mit derselben Seele und in der-selben Minute eben so leicht ihr Leben hingäbe als ihre Tu-gend? Und daß nur der fordernde und nehmende Theilschlecht sei, besonnen nnd selbstsüchtig?

Das letzte oder siebente Kapitel seines Räuberromans istsehr kurz nnd widersprechend. Den dritten Tag besucht' er-ste in ihrem Garten, war zärtlich, vernünftig, nüchtern, zurück-haltend, als wär' er ein Ehemann. Da er sic voll Kummerfand, den sie doch nur halb aussprach: so kam er aus Angstfür ihre Gesundheit mehrmals wieder; nnd als diese nicht imGeringsten gelitten, blieb er weg. Gegen Albano war erwährend besagter Angst dcmüthig; und nach derselben wie sonst,aber nicht lange. Denn als seine Schwester, die er vielleichtunter allen Menschen am reinsten liebte, durch Albano's Wild-heit erblindete: warf er, eben wegen der Aehnlichkeit der Schuld,