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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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den er ihr wider Verhoffcn schenkte. Dein Hanptmann wargänzlich so, als begeh' er die Silberhochzeit, wenn er einmaldie goldne scicre. Im Dienste der Liebesgöttin wird manleichter kahl als gran; er war schon gegen die Silberbrautmoralisch-kahl. Znm Glücke trieb er kurz vor dem Flammcn-sonntag in Lilar*) alle Vernachlässigungen und Sünden soweit, daß er am Sonntag im Stande war, sie zn verfluchen;nur nach Zürnen und Sündigen könnt' er leichter lieben undbeten, wie der kriechende Springkäscr sich nur ausschnellt aufden Stücken gekehrt. Es ist wol wenigen Lesern ans jenemSonntag entfallen, wenigstens entgangen daß RoqnairolMorgens mit Nabcttcn im Flötenthale gesessen daß Rabetteda beklommen nnd einsam gesungen und daß er anfgclösctseinem von der Liebe verherrlichten Freunde anfgestoßen. DieThal-Sache ist natürlich: nach so langem Kühl- (nicht Kalt-)Sinn an diesem luftigen, freien Otahciti-Tage - bei soVielem was er in den Händen hatte (eine fremde -- nnd eineFlasche) neben ihrem Herzen so warm und doch so ruhig wiedie Sonne droben neben der einsamen Waiscn-Flötc, dieer rufen ließ nnd bei seinem herzlichste» Wunsche, von

einem solchen Tage nnd Himmel etwas zn profitiren-

da sah er sich ordentlich gcnöthigt, wahre Rührung vorzu-holen, über seine Vergangenheit sich ausznlassen (er glich denalten Sprachen, die nach Herder viele Präterita und keinPräsens haben) ja über seinen Tod (auch ein Bruchstückder Vergangenheit) nnd dann wie auf einem Himmclswcgeweiter zn gehen. Freilich ging er nicht weit; er ließ wiedersein H. Januars Blut flüssig werden, nämlich seine Augen,und also vorher sein eignes, und forderte dann der entzückten,

*) Wo Albano zum lctztcnmale selig mit Lianen war.

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