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wohl; sie liebt, um zu beglücken, wenn jene nur beglückt, umzu lieben.
Roquairol hatte sich längst der Liebe der Empfindung ge-widmet. Daher mußt' er so viele Worte machen. Uebcrhauptwurde sein Herz erst durch den Transport über die Zungeund Lippe recht feurig und trinkbar; am Rheinfall war' ernicht von der besten, nämlich gerührtestcn, Laune gewesen,blos weil er zum Lobe desselben — da der Fluß Alles über-donnert — Nichts hätte Vorbringen können vor erhabe-nem Lärm.
Sein Roman mit Rabetten nach der Liebes-Erklärungwar in verschiedene Kapitel abgetheilt.
Das erste Kapitel bei ihr versüßte er sich dadurch, daßsie ihm neu war und zuhörtc und bewundernd gehorchte. Erschilderte ihr darin große Stücke von der schönen Natur ab,mischte einige nähere Rührungen dazu und küßte sie darauf;so daß sie seine Lippen wirklich in zwei Gestalten genoß, inder redenden und in der handelnden; von ihr wollt' er, wiegesagt, nur ein Paar offne Ohren. In diesem Kapitel nahmer noch einige Möglichkeit ihrer — Heirath an; die Männervermengen so leicht den Reiz einer neuen Liebe mit dem Werthund der Dauer derselben.
Er machte sich an sein zweites Kapitel und schwammdarin selig in den Thränen, aus denen er es zu schreibensuchte. In der That gewährte ihm diese Augenlust mehrwahre Freude als fast die besten Kapitel. Wenn er so nebenihr saß und trank — denn wie ein todtcs Fürstcn-Herz be-grub er gern sein lebendes in Kelche — und nun anfiug zumalen sein Leben, besonders seinen Tod, und seine Leidenund Jrrthümer vorher und seinen Selbst- und Knabenmord