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bcrung durch Stadtherzen die Bezauberung durch Landhcrzcn.Nichts ist einem Simnltanliebhabcr, der Alle liebt, natür-licher als die Liebe gegen Eine darunter. Es braucht nichterwiesen zu werden, daß der Hauptmann in allen drei Fällenauf einmal gewesen, da er zum erstenmal zu Nabetten sagte,sie habe sein sogenanntes Herz. Sie hätte freilich die Ha-madryade in einem solchen Giftbaum, durch dessen Saft soviele Amors Pfeile vergiftet wurden, nicht so nahe aubetcnsollen; aber sie und ihre meisten Schwestern werden von denmännlichen Vorzügen gegen den männlichen Mißbrauch davonverblendet.
Anfangs ging Manches gut; die reine Unschuld seinerSchwester und seines Freundes warf ein fremdes Zanberlichtaus den widernatürlichen Bund. Das Vorzüglichste war, daßer als Konzertmeister seiner Liebe wenig mehr von Rabettcnbedurfte als die — Ohren; Lieben war bei ihm Sprechen,und Handlungen sah er blos für die Zeichnung unserer Seele,Worte aber für die Farben an. Es gibt eine doppelte Liebe,die der Empfindung, und die des Gegenstandes. -— Jene istmehr die männliche, sie will den Genuß ihres eignen Dasehns,der fremde Gegenstand ist ihr nur der mikroskopische Objckt-oder vielmehr Subjekt-Träger, worauf sic ihr Ich vergrößerterblickt; sie kann daher leicht die Gegenstände wechseln lassen,wenn nur die Flamme, in die sic als Brennstoff geworfenwerden, hoch sortlodert; und durch Thatcn, die immer lang,langweilig und beschwerlich find, genießet sic sich weniger alsdurch Worte, die sie zugleich malen und mehren. Hingegendie Liebe des Gegenstandes genießet und begehret Nichts alsdas Glück desselben (so ist meistens die weibliche und elter-liche), und nur Handlungen und Opfer thun ihr Genüge und