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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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dcrn machte, die ihnen anfangs Helle, bunte Gewänder angä-ben, weil diese leichter in dunkle umzufarbcn wären.

Die Mutter suchte allmälig ihre Gcistcr-Phantasicn, gleich-sam das Todes-Moos, das an ihrem jungen, grünen Lebensauge, von ihr abzunehmcn:Du siehst (sagte sic), wie deinEngel irren kann, da er deine Liebe billigte, die du nunmißbilligst." Aber sie hatte eine Antwort:nein, der frommeVater sagte, sic sei recht gewesen, bis da er mir das Gehcim-niß sagte, und die Bibel sage, man müsse Alles verlassen derLiebe wegen." So steigt, denn dieses arme Geschöpf, wieman vom Paradiesvogel sagt, so lange im Himmel geradeempor, bis cs todt hernnterfällt.

Sic zeigte der Mutter fast eine fieberhafte Heiterkeit, einenSonnenschein am letzten Tage des Jahres. Sie sagte, wie essic erquicke, daß sie nun mit ihrer lieben Mutter von ihrenvorigen schönen Tagen frei reden dürfe sie malte ihr Al-bano's glühendes, großes Herz, und wie er die Opfer verdieneund diePcrlenstunden," die sie znsammcngclebt.Im Grundeist (sagte sic heiter, aber so daß dem Zuhörer Thräncn an-kamen) ja nichts davon vorbei, Erinnerungen dauern längerals Gegenwart, wie ich Blüten viele Jahre konserviret habe,aber keine Früchte." Ja, es gibt zarte weibliche Seelen, diesich nur in den Blüten des Weingartens der Freude berauschen,wie andere erst in den Beeren des Weinbergs. Des LektorsBillet kam an mit der Nachricht, daß Albano sie in Lilarerwarte.

Jetzt da die Stunde der Zusammenkunft so dicht anrücktc,wurd' ihr immer banger;wenn ich ihn nur überreden kann(sagte sie), daß ich als ein rechtschaffenes Mädchen gehandelthabe." Ehe sie ihr Morgenzimmer gegen den Trauerwagen