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„dir treu! Mein Leben ist so kurz, darum sei es ihm so lange„erfreulich uud gewidmet, als ich vermag."
Sic daukte dem Lektor so warm uud froh für den Pfeilaus Spanien, daß dieser unfähig war, hart genug zu sehn,um dessen schwarz vergiftetes Ende in das schöne Herz zustoßen. Sie bat ihn, zu seiner Schonung nicht bei ihrer festenErklärung gegen ihren Vater zu sehn, lieber höchstens zuihrer und der mütterlichen die ihrige gegen die Mutter zuübernehmen. Er willigte blos in — beides, statt in eines.
Die sanfte Gestalt trat ruhig vor ihren Vater hin undbrachte, vor keinem Blitz und Donner zusammenfahrend, ihreErklärung zu Ende, daß sic ihre gemißbilligte Liebe hart be-reue, daß sie alle Strafen tragen, und Alles opfern, Alles hierund bei der Fürstin thun und lassen wolle wie „aller xürs"fordern würde, daß sic aber länger nicht den schuldlosen Gra-sen v. Zcsara beleidigen dürfe durch den Schein des pflicht-widrigsten Abfalls. Auf diese Anrede konnte der Minister —der sich durch das bisherige folgsame Enthalten sehr von la-benden Erwartungen hatte heben lassen — unten auf dem Bo-den ausgcstrcckt, von seinem tarpcjischen Felsen dahin geworfen,keinen weitern Laut von sich geben als diesen: „Imlx-eille!Du hcirathest den H. v. Bouverot — er malt dich morgen —du sitzest ihm." Er zog sie mit harter Hand und drei ent-setzlich langen Schritten zur Ministerin: „sic bleibt (sagt' er)„in ihrem Zimmer bewacht, niemand darf zu ihr außer mein„Schwiegersohn — er will die Imbecille malen en miniatur«.
Geh, IinÜLcillk!" sagte er außer sich. Ihr gänzlicherMangel an weiblicher Verschlagenheit hatte wirklich für denStaatsmann eine Decke über ihr tiefes, scharfes Auge gezogen;ein gerader Mensch und Verstand gleicht einer geraden Allee,