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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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gar nicht; sie hat für Alle das alte erfreuende Liebesherz mit-gebracht, für mich nicht; sie hat bisher nicht gelitten, sie blühtgenesen. Er bedachte aber nicht, daß ja auch seine Kämpfekeinen Tropfen Wasser in das dunkle Roth seiner Jugend ge-gossen; in Lianen konnten Wunden aus solchen Kämpfen nurwie jene der geritzten Aphrodite die weißen Rosen zu rothcnfärben.

Aber er nahm sich Nor, ein Mann zu bleiben vor so vie-len Augen und die Entscheidung und Liancns Einsamkeit ab-zuwartcn. Er wechselte daher mit seinen Pflege-Verwandtenaus Blumenbühl mehrere verständige Worte; er sagte zuRabettcn:nicht wahr, cs gefällt dir" er schreckte ohneWillen den um einige neue Gesichter aus Haarhaar schweben-den Hauptmann mit der nichtsmcinenden Frage ans:warumlässcst du meine Schwester so allein?"

Aber so oft er hinüber sah zu Lianen, die heute in ihremlangen Schleier als die einzige ohne schwere dicke Galla-Hülsegleichsam als eine junge, athmendc, weiche Gestalt unter stei-nernen angcstrichnen Statuen ging, so verschämt-beschämend,wie eine Zitternadel glänzend und bebend, so oft wälzten sichFlammen-Klumpen in ihm los. Die Leidenschaft wirft uns,wie die Epilepsie oft ihre Elenden, gerade an gefährliche Stel-len des Lebens, an Ufer und Klüfte hin. Er lehnte den Kopfan einen Baum ein wenig gebückt; da kam Karl ans seinenFreuden-Walzern daher und fragte ihn erschrocken, was ihn soerzürne; denn das Nicderbücken hatte aus sein straffes, marki-ges Gesicht düstere, wilde Schatten geworfen;nichts" sagt'er, und das Gesicht leuchtete mild, da er's cmporhob. Jetztkam auch die unbedachtsame Rabette und wollte ihn in die