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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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lingsanzug, im weißt» Kleide mit Silberblumcn und in un-gcschmücktem Haar mit einem Schleier, der nur angestcckt ander linken Seite lang niedcrfloß, wankend hervor und lispelte,als die Fürstin getäuscht Ickoina! ausrics, zitternd und kaumhörbar:se na suis g»'»n sonZe." *) ^ Sic sollte mehrsagen und eine Blume reichen; aber als die bewegte Fürstinsortricf: sosur cliäria! und sic heftig in die Arme schloß, sovergaß sie Alles und weinte nur ihr Herz an einem andernHerzen aus, weil ihr das fremde, vergebliche Schmachten nacheiner Schwester so rührend war. Albano stand nahe an dererhebenden Szene; der Verband von allen Wunden wnrd' ihmabgerissen und ihr Blut floß warm aus allen nieder. O, nidwar sic oder irgend eine Gestalt so ätherisch-schön, so himm-lisch-blühend und so dcmüthig gewesen!

Als sie die Augen aus der Umarmung anfhob, fielen sieans Albano's bleiches Gesicht. Es war bleich nicht vor Krank-heit, sondern vor Bewegung. Sie fuhr zuckend zurück, um-armte die Fürstin wieder; der bleiche Mensch hatte ihr beweg-tes Herz in Einc Thräne nach der andern zerrissen; aber beidegrüßten sich nicht und so fing ihr Abend an.

Während der Täuschung und Umarmung waren aus einenWink des Fürsten alle Zweige und Thorc des Gartens in einenglänzenden Brand gesteckt alle Wasserwerke des Zauber-waldes flatterten mit goldncn Flügeln aufgcschreckt hoch empor im umgekehrten Regen spielte eine weiße, grüne, goldneund finstere Welt und die Wasser- und die Flammcnstralcn flo-gen wie Silber- und Goldfasanen muthwillig gegeneinanderau. Und der Glanz des brennenden Edens umfing den

*) Ich bin nur ein Traum.