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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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78. Z Y k e l.

Am schönsten Abende, als der Himmel bis auf den Bodenaller Sterne durchsichtig war, ließ der Fürst die müde Ver-sammlung nach Lilar fahren, um besser mit seinen beiden Un-sichtbarkeiten, mit der Jlluminazion und mit Lianens Rolle,zu trügen. Wie schlug dem redlichen Albano das weiche Herzbanger und sanfter, als er unter dem Hcrabrollen von derWaldbrückc ins wartende VolkSgetümmcl sich dachte: Sieist auch diesen Weg in das Lilar gegangen, das ihr sonst solieb gewesen. Sein ganzes Ideenreich wurde ein Abcndrcgcnvor der Sonne, dessen Eine Hälfte vor der Sonne glänzendzittert und dessen andere grau verschwindet. Ach, vor Lianenhatt' cs ohne Sonnenschein geregnet, als sie heute verborgenblos in den Tempel des Traums herübcrsnhr, um nur eingeliebtes Wesen zu spielen, aber keines zu seyn.

Noch brannte keine Lampe. Albano blickte in jede grüneVertiefung nach seinem Engel des Lichts. Sogar der Fürstselber, der die plötzliche Pctcrsknppcl-Entzündung noch mitseinen Winken zurückhielt, sah dem an Höfen so seltenen Ver-gnügen entgegen, zweifach zu überraschen. Die Fürstin hattedem Minister die Verlegenheit der Lüge oder Antwort erspart,denn sic hatte gar nicht nach der künftigen Hofdame Lianegefragt, gleich dieser ganzen starken Weibcrklasse gegen ihr Ge-schlecht gleichgültig, aber desto fester an einer Auserwahltcnhangend. Albano erblickte im treibenden, verdunkelten Getüm-mel seine Pflcgeeltern und Rabette, aber in diesem Taumeldes Bodens und der Seele könnt' er wie andere seine Augennur aus den selber verhangnen Vorhang richten, hinter demer mehr als alle Andere zu finden und zu verlieren hatte.