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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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sein weiches Kind zwischen die Scheercn. Das sanfte, erge-bene Lächeln desselben nahm er für Verachtung nnd Bosheit

-Wie kommt diese Sanfte erklärlicher Weise zn seinem

Vaternamcn, wenn man nicht die alte Hypothese annimmt, daßKinder gewöhnlich dem am ähnlichsten werden, wornach sich dieschwangere Mutter vergeblich sehnte, welches hier ein sanfterGatte war? Dann griff er, aber heftiger, die Mutter an,um bei seinem Mißtrauen sic mit der Tochter zn entzweien,ja um vielleicht diese durch die mütterlichen Leiden zn kind-lichen Opfern und Entschlüssen zu peinigen. Ganz frei erklärt'er sich denn der Egoist trifft die meisten Egoisten an, wiedie Liebe und Liane nur Liebe und keine Selbstliebe gegenden Egoismus um und neben sich und verbarg es nicht, wiesehr er Beide immer Egoistinnen (wie die alten Heiden dieChristen Atheisten) innerlich schelte.

Die Ministerin, gewohnt mit dem Minister in keiner Eheweniger zu leben als in der der Seelen wie Voltaire dieFreundschaft definirt sagte blos zu Lianen: Für wen leid'ich so? Ach ich weiß cs, antwortete sic dcmüthig. Nnd soentließ er Beide voll tiefster Leiden und dachte nachher an seineGeschäfte.

Dieser allseitigc Jammer wurde durch etwas größer, wasihn hätte kleiner machen sollen. Der Minister ärgerte sich,daß er täglich den Geschmack der Weiber mitten im Zorne zuRathe ziehen mußte über sein Acußcres. Er wollte amVermählungsscstc seiner Geliebten wegen ein wahrerParadiesvogel, ein Paradeur, eine Vcünm n bMes Ce88S8scyn. Von jeher macht' er gern die Doppelrolle des Staats-und Hofmanns nnd wollte, um Stolz und Eitelkeit zusammenzn kaufen, zu einem Diogenes-Aristipp verwachsen. Aber