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Myrthc; sic entdeckte ihr des Ministers schwarzen Verlobungs-plan mit dem deutschen Herrn, ihre bisherigen verschwiegenenKriege und Senszcr darüber, ihren bisher zurückdrangcndenWiderstand und die neueste väterliche Kriegslist, sie zur Fcstnngs-gefangnen bei seinem Bruder zu machen und dadurch wahr-scheinlich den H. von Bonverot zum Festnngsbclagerer. — —
Für einige Leser und Relikten aus dem schwerfälligen,goldnen Zeitalter der Moral wird hier die Anmerkung gesetztund gedruckt: daß eine besondere kalte, nichts schonende, oftgrausame und empörende Offenherzigkeit über die nächsten Ver-wandten und über die zartesten Verhältnisse in den höhernStänden so sehr zu Hanse ist, daß auch die schöncrn Seelen— worunter doch diese Mutter gehört — es gar nicht anderswissen und machen.
„O, du beste Mutter!" rief Liane erschüttert, aber nichtvom Gedanken an die Klapper und den Sch langenathcm Bon-verots oder an dessen Mordsprnng nach ihrem Herzen — siedachte so kaltblütig an sein Verloben wie jeder Unschuldigean sein Sterben aus einem Blutgerüste — sondern vom Ge-danken an das lange Ucbcrbaucn der mütterlichen Thräncn,der mütterlichen Licbcsqucllen, welche bisher nährend tiefunter ihren Blumen geflossen waren; sie warf sich dankendzwischen diese helfenden Arme. Sie schlossen sich nicht umsie, weil die Ministerin durch keine Woge und Brandung schnellerAufwallungen weich und locker auszuspülcn war.
In diese Umfassung griff oder trat der Minister ein.„So! (sagt' er schnell.) Mein Ohr, Madame, (fuhr er fort)findet sich unter den Domestiken durchaus nicht wieder vor;das Hab' ich Ihnen zu sagen." Denn er hatte sich heute aufeinen Gesetz-Sinai gestellt und der an dessen Fuß versammel-