lange für dich ertragen nnd gcthan. Da zog Liane Wieder-aus dem warm-dnnkcln Noscnthal der Liede in die trockne,Platte Erdfläche eines Lebens zurück, worin sich Nichts hebtals ihr letzter Hügel. O, wie blickte sie bittend zu denSternen ans,, ob sie sich nicht als Angen ihrer Karoline reg-ten nnd ihr es sagten, wie sie sich opfern sollte, ob für denGeliebten oder für die Eltern; allein, die Sterne standenfreundlich, kalt nnd still am festen Himmel.
Aber als die Morgcnsonnc wieder ihr Herz anstraltc,schlug cs hoffend und von neuem gestärkt vom Entschluß, fürAlbano heute recht viele Leiden zu erdulden, ach, ja erst dieersten; konnte Karoline, dachte sic, eine Liebe bejahen, der ichuntren sehn müßte? —
Kaum war sic mit dem Morgcngruß von den Lippen derMutter weg, so suchte diese, aber ernster als gestern, die Wur-zeln dieses festen Herzens ans seinem fremden Boden zurücken durch den längcrn Gebrauch der gestrigen Blumcnhcbcr.Sic wurde in der vergleichenden Anatomie zwischen Albanound Noqnairol von der gleichen Stimme an bis zur ähnlichenTaille immer schneidender, bis Liane mit dem Mädchcnwitzans einmal fragte: „aber warum darf denn mein Bruder Ra-„bctten lieben?"— „si)»elts compnrnison! (sagte die Mutter)„Bist du nichts Bcffers als Sic?" — „Sie thnt eigentlich viel„mehr als ich" sagte sic ganz aufrichtig.— „Strittest du nie„mit dem wilden Zcsara?" fragte die Mutter. — „Nie, außer„wenn ich Unrecht hatte," sagte sie unschuldig.
Erschrocken nahm die Mutter immer Heller wahr, daß sie tie-fere und stärkere Wurzeln, als lcichtcBlumcn schlagen, auszuzichenhabe; sie jammlcte alle ihre mütterlichen Anziehungskräfte nndHebemaschinen anfEincn Punkt-zum Sturze der stillen, grünen