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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
177
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Sechzehnte Jobelperiode.

Die Leiden einer Tochter.

73. Z y k e l.

28olken wie die letzten bestanden für Albano weniger ausniedcrfallendcn Tropfen als aus niedcrsinkendem Staub. SeinLeben war noch ein Treibhaus und stand daher nach der Son-nenseite. Jeder Tag brachte eine neue Schutzschrist für dieferne schöne Seele, bis sic am Ende gar keine mehr brauchte.Aber jedem Tage gab er auch einen Ablaßbrief ihres Schwei-gens mit; später wurden Anstandsbriefe (Moratorien) daraus;endlich als sic immer gar Nichts von sich hören und lesen ließ:so fing er an, in den obigen Schutzschristen wieder nachzusehcnund Manches darin auszustreichcn.

Eben so wenig fand er für sich oder für ein Blatt eineTreppe zu ihr. Sogar der Hauptmann war seit einigen Ta-gen nach Haarhaar verreiset. Mit müden Händen hielt er denschweren, ausgctrnnknen Freudenbecher, der leer am schwerstenwiegt. Die wilden Hypothesen, welche der Mensch in einemsolchen Falle durch sich traben lässet wie in diesem, z. B.die von Lianens Krankheit, Erkältung, Gefängniß, Abreise-sind in ihrem Wechsel und Werthe mit Nichts zu vergleichenals mit der eben so großen Wildheit und Zahl der Plane, die

Jean Paul's auSgew. Werke. X!. 12