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„Gottes Wille? (fragt' er) — Eben so gut könnt' er jetzt„einen Winter wie einen Eisberg in diesen frohen Sonuncr
„stürzen-Gott?" wiederholt'er, sah auf, kniete hin und
betete: „o, du allliebender Gott ..."
„Und du stirbst mir nicht!" kehrt' er sich wie zorniggegen sie, zum Weitcrbcten unfähig vor dem Geschrei seinesHerzens, und mit beiden Händen hastig über sein nasses Ge-sicht wegstreifcnd — Nun betete er sanftcr-zittcrnd fort: „Nein,„du Allliebcndcr! Tödtc nicht dieses schöne, junge Leben! Lass'„uns beisammen, lang' und fromm!"
Sie kniete unwillkürlich neben ihn — heute matter vonFreuden und unbekannten innern Siegen, sogar vom langenGehen — desto heftiger angefallcn von einer rührenden Wirk-lichkeit, da sie von rührenden Phantasien verwöhnt und er-weicht war — und unsäglich leidend bei Albano's Schmerz —
— sic konnte nicht reden — wie unter einer schnell aufge-worfnen Last bückte sich ihr Haupt und Hals — und so blicktesie wie vom ganzen Leben schwer nmwölkt ans den Boden hin
— der umfangende Todcsflnß rauschte mit Einem Arm umsie — da sah sie, ohne aufzublickcn, irgendwo ihre Karolineim Brautkleide und mit dem weißen, gold-punktirtcn Schleierziehen, der sich lang über das Leben wcgschleppte, und sie sahes deutlich, wie die Gestalt, da Albano um ihr Leben bat,langsam hin und her schüttelte.
„Hör' aus zu beten! (ries sie trostlos) Du harte Er-scheinung, erhöre aber mich und mache nur Ihn glücklich!"betete sic, aber sie sah Nichts mehr; und sie verbarg das vonQualen durchzogne Gesicht mit unaussprechlicher Liebe an seinerBrust.
Hier rief ihr Bruder herauf, der Wagen sei da. Sie