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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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nahe über ihm finster-blau aussieht, und erst nm den fernenHorizont herum glänzend oder daß cs ein so zartes über-irdisches Glück gibt, was wie der Mondschein von seder Wolkezu dunkel wird, indeß rohes wie das Tageslicht die breitestevertragt oder daß Albano zu sehr den Männern glich,die immer in der Freude ihre Kräfte so stark fühlen, daß siclieber den Göttcrtisch umstoßen als ein Gericht und Himmcls-brod weniger darauf sehen wollen, lieber ganz unglücklichseyn als nicht ganz glücklich:- genug er konnte und wollteder Furcht und dem Verhüllen Nichts mehr schuldig seyn.

Daher als Liane ihn statt zu beantworten nur umarmteund schwieg, weil sie den ganzen Tag ihrem Versprechen treubleiben wollte, die Fcsttapctcn schöner Tage mit keinemTranertnchc auszuschlagen: so sagte er, wie von einem frem-den Geiste fortgestoßen, geradezu:Du beantwortest Nichts? Nur Freuden, nicht Leiden, soll ich thcilen? Du hastdeinen Schleier nicht? Mich willst du schonen wie einenSchwachen? Und dich allein druckt dein Todes-Glanbc fort? Liane, ich will auch Schmerzen haben und alle deine,sag' Alles!"

Wahrlich, nur mein Versprechen wollt' ich halten (sagtesie) und mehr nicht. Aber was soll ich denn zu dir sagen,Lieber?"

Du stirbst also gewiß nach einem Jahre, glaubst du,Abergläubige? Himmlische!" sagte er.

Wofern cs Gottes Wille so ist, gewiß! (sagte sic) Omein guter Albano, was kann ich denn für meinen Glauben,der dich auch so schmerzt?" Und hier konnte sie ihre Thrä-nen nicht mehr hindern, und alle Kruzifire der Erinnerung reg-ten sich in der ichöncu Seele lebendig und bluteten heftig.