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Albano besuchte Liancns Frühlingsstübcheu. Hier malt'er sich jeneu Glanz-Sonntag zurück, wo ihn Liane durch Lilargcführct, und er ließ die Vergangenheit in die Gegenwartmildernd schimmern; aber diese übcrsiralte sie. Draußen imGarten standen und glänzten, so schien es ihm, die reinenSäulen seines Himmels, die Träger seines Tempel, die Bäume;und Alles was er hier neben sich sah, gehörte wieder zu sei-nem Glück, Liancns Bücher und Bilder und Blumen und jedekleine Zeichnung von ihrer zarten Hand.
Endlich trat die Heilige der Rotunda selber — jungfräu-lich crröthcnd über diese Nähe und über sein Erröthen —herein, um ihn ins kühle Eßzimmer hinabznholcn. Es warklein und dämmernd, aber das Herz bedarf zu seinem Himmelnicht viel Platz und nicht viel Sterne daran, wenn nur derder Liebe aufgegangcn. Zn den Tischreden — wodurch erstein Essen ein menschliches wird — und zu den Scherzen —den feinsten Zwischengcrichten, dem Streuzucker des Gesprächs— lieferten die Kinder das Ihrige, zumal da sie, unfähig,vom vcrbotncn Du zum Sic zu steigen, immer Du-Siezugleich gebrauchten. Die hochrothc Chariton machte Aus-züge aus Dians Briefen und ans ihrer Lcbensgeschichte undaus den Wuudzcttcln von Pollux Armbruch; sic suchte dieSchueeballcn zu schätzen, hörte schalkhaft-gläubig auf denHauptmann hin, der das scherzhafte Ehe-Dn gegen Nabcttezu fünf Akten verspann, und lächelte gern da, wo es verlangtwurde. Am meisten lief die Spielwellc aller Seelen, Karl,fröhlich um; dieser Jupiter, den immer die Finsternisse sovieler Trabanten umflogen, konnte einen großen, heitern Glanzzeigen, wenn er und man wollte. So oft Albano wie vor-hin nicht in sein Trauerspiel ging, zog er den Vorhang eines