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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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Fontaincn rauschten darein. Endlich keuchte neben der Flöteeine scheue, zitternde Singstimme angestrengt daher. Es warhinter den langen Gesträuchen Rabette. Sie rührte beide indie tiefste Seele, weil die Arme mit dem Arbeiten ihrer nn-bchnlflichen Stimme dem Geliebten das demüthigc Opfer desGehorsams brachte.O, mein Albano, (sagte Liane sich ent-zückt an ihn schlingend) welche Süßigkeit, daß mein Bruder-glücklich ist und Seelenfrieden hat und durch deine Schwester!"Er verdient meinen (sagt' er bewegt), aber wir wollen siebeide nicht stören, sondernden alten Weg zurückgchcn!" DennRabcttcns Töne wurden oft zerschnitten, aber cs war unge-wiß, ob von Furcht > oder von Küssen -> oder vonRührung.

Als sic wieder durchs Morgenthor hcreintraten: kam dieSängerin und Karl ihnen aus der grünenden Pforte entgegen,beide verweint. Karl, gewaltsam über lebendige Beete tre-tend und mit irrenden Angcn, griff nach beider Hand mitseinen und sagte:das ist doch einmal ein Tag auf der Re-gcnwclt, der nicht wie eine Nacht aussieht Bruder, aberwenn man so innig selig ist und Sphären vernimmt, so sind'ssolche Töne, wie man einmal zum Zeichen hörte, daß vomMarkus Antonius sein Schutzgott Herkules weiche." Sowerden die Freuden, wie andere Edelsteine, mechanische Gifte,welche blos in der Ferne glänzen, aber berührt und ver-schlungen uns zerschneiden. Aber Albano versetzte lächelnd:Da du dich jetzt fürchtest, Lieber, so hast du nichts zufürchten; denn du bist nicht rein glücklich. Ich aber fürchteleider nichts."Bravo! (sagte Karl) Nun geht in eureKüche, Mädchen!" Er ging in den sogenanntenTempel desTraums", drang aber bald in die verbotene Küche nach.