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„Zuerst muß ich meine Chariton scheu" — sagte Liane.— „Die kann uns ia (nahm ihr Bruder sogleich auf) unser„Essen in den gothischeu Tempel Nachträgen." — Er wolltean diesem holden Tage im 12tcn Jahrhundert essen, und beieinem bänglichen, bunten Scheibcnlicht und aus eckigem, schwerem,dickem Gcräth und gleichsam dunkel unter der Erde der obengrünenden Gegenwart mit blühenden Gesichtern sitzen; dennso übcrlud er die vollsten Genüsse noch mit äußern Kontrasten,und genoß jede frohe Gegenwart am meisten in der nahenBeleuchtung und Abspiegelung der geschliffnen Sichel, die sicabmähte*). „Gott bewahre und behüte, Freund!" sagte Ra-bette. Auch Albano fand die freundliche Griechin, ihre la-chenden Kinder und die nahen Roscnfelder besser dazu; undsiegte mit Lianen. Vor dem belaubten Hänschen liefen ihnendie Kinder entgegen, Helene mit dem Schürzchcn voll aufgc-lcscner Orangenblütcn, weil ihr das Brechen verboten war,und Pollux im letzten, leichten Verbände des gcbrochncn Arms,dessen Hand jetzt mit der Rechten am hohlen Zusammenhaltenund Platzen der Roscnblättcr hatte arbeiten müssen. Beideberichteten ein: „die Mutter sei noch nicht fertig und habe siezuerst ungezogen." — Aber schon nett und einfach wie zumPricsterin-Tanze um den Altar froher Götter sprang Chari-
*) „Ein solcher Charakter (schreibt Hafcnrcffcr dabei) wäre für„RomaneiuKotzcbne's erwünscht, weil diese, da er seiner Na-„tur nach immer den Werth der Situazion durch den zufälli-„gen Ort derselbe» schaffen und heben will, unter dem Dcck-„niantel seiner Persönlichkeit ganz der ihrigen fröhncn und die„Schwäche des Dichters in die Schwäche des Helden verkleiden„könnten." Mich dünkt, dieses ist, so viel ein Biograph vonRomanlikern urtheilen kann, sehr treffend.